PIAGGIO P149 "Piggi"

Technische Daten Piaggio P149


Spannweite: 11,12m

Länge: 8,78m

Höhe: 3,00m

Max. Abfluggewicht: 1.820 kg

Startleistung: 274 PS

Höchstgeschwindigkeit: 303 km/h

 

Seit Mai 2006 ist der Flugzeugpark der RK Flugdienst um ein neues Mitglied reicher.


Nach längerer Suche gelang es den Mitgliedern der RK Flugdienst, in Frankreich eine ausgezeichnet erhaltene Piaggio P.149D zu erwerben. Die Maschine wurde nach fachkundiger Begutachtung durch einen LBA-zertifizierten Prüfer von RK Mitgliedern im Flug nach Uetersen überführt und anschließend während einer Umrüstungsphase wieder in einen betriebsfähigen Original-Zustand rückgerüstet. Hierfür wurden zahlreiche individuelle Einbauten des Vorbesitzers entfernt, um z.B. die Avionik vorschriftsmäßig abnehmen zu lassen.
 

Ausgelegt wurde die P 149 vom italienischen Hersteller Piaggio als viersitziges kunstflugtaugliches Reiseflugzeug. Der Erstflug fand am 19.06.1953 statt. Angetrieben wird die P 149 von einem 6-Zylinder Lycoming GO 480 Triebwerk mit 270 PS Startleistung. Die Deutsche Bundeswehr orderte die Piaggio P 149 "Piggi" als Ausbildungs- und leichtes Verbindungsflugzeug. Die ersten Maschinen wurden 1957 an die Luftwaffe ausgeliefert. Weitere Exemplare wurden für die Bundeswehr bei Focke Wulf in Lizenz gebaut. Zusammen mit diesen Maschinen erhielt die Deutsche Bundeswehr insgesamt 262 Exemplare des Typs P 149.
 

Eingesetzt wurde die "Piggi" für die auszubildenden Flugzeugführeranwärter in ca. 120 Flugstunden für verschiedene Ausbildungsabschnitte inklusive Kunst- und Schlechtwetterflug. Somit wurde die "Piggi" für nahezu jeden Flugschüler in dieser Zeit zum Wegbereiter der fliegerischen Karriere. Neben der Schulung wurde die "Piggi" als Kunstflugzeug ab 1959 in Diepholz eingestzt. Die Maschine der RK Flugdienst ist im Design der Solomaschine der "Piggi"-Kunstflugstaffel, geführt von Hptm. Lutz, lackiert worden. 
 

Ab 1961 wurde die "Piggi" als Ablösung für die Piper L 18 für die Auswahlschulung, das sogenannte Screening eingesetzt. Hierbei wurde die grundsätzliche Eignung der Flugschüler für eine Verwendung als Flugzeugführer im Flug geprüft. Auch in Uetersen, der Basis der RK Flugdienst, wurde die "Piggi" vielfach zum Screening der Bewerber eingesetzt. Die letzte Piggi wurde 1990 in Fürstenfedlbruck von der Luftwaffe ausser Dienst gestellt. Dort hatten fast 10.000 Flugschüler das Screening auf der "Piggi" absolviert.
 

Die P 149 der RK Flugdienst wurde zuerst bei der FFS (S) in Memmingen und danach bis 1976 beim Fluganwärterregiment der Luftwaffe zur Pilotenschulung eingesetzt. Somit ist die P 149 der RK Flugdienst auch in Uetersen zur Schulung eingesetzt worden.

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