DORNIER DO 27 A4

Technische Daten Dornier DO 27 A 4

 

Spannweite: 12,00m

Länge: 9,60m

Höhe: 3,50m

Max. Abflugmasse: 1.850kg

Triebwerk: 1x Lycoming GO 480, 274 PS

Höchstgeschwindigkeit: 296 km/h

Mindestgeschwindigkeit: 60 km/h

Startstrecke: ca. 140m

Landestrecke: ca. 290m

Dienstgipfelhöhe: 5.600m

 

Der Ursprung der Dornier DO 27 geht auf die von einem Sohn von Dr. Claude Dornier in Spanien entwickelte Do 25 zurück. Da nach dem Krieg die Entwicklung von Motorflugzeugen nicht möglich war, wurde eine kleine Flugzeugbaueinheit in Madrid gegründet und entwarf die DO 25 um an einer Ausschreibung der Spanischen Luftfahrbehörde für ein leichtes Transport- und Verbindungsflugzeug teilzunehmen. Aufgrund des überzeugenden Entwurfs wurde der Auftrag zur Entwicklung eines Prototyps erteilt und die Produktion in Kooperation mit CASA aufgenommen. Der erfolgreiche Erstflug der DO 25 erfolgte am 23.06.54 in Spanien. Aus der DO 25 wurde bald die stärkere Variante DO 27 entwickelt.

 

Die DO 27 konnte sich schnell als STOL Flugzeug mit überzeugenden Kurzstart- und Landefähigkeiten profilieren. Als 1955 das Verbot der Produktion von Motorflugzeugen in Deutschland aufgehoben wurde, platzierte die Bundeswehr umgehend einen umfangreichen Auftrag für die DO 27. Somit verkörpert die Do 27 das erste nach dem Krieg in Serie produzierte Flugzeug überhaupt. Der Siegeszug der Do 27 setzte sich in vielen Lädern der Erde fort und fand sein Ende nach 600 produzierten Exemplaren mit Auslaufen der Produktion Ende der sechziger Jahre.

Insgesamt können die Flugeigenschaften der DO 27 mit denen des Fieseler Storchs verglichen werden. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst bei der Bundeswehr fand die DO 27 in den verschiedenen Versionen Einsatz bei zahlreichen Flugsportgruppen der Bundeswehr. Aufgrund der Flugleistungen liegt der Einsatz häufig in Schleppflügen mit Segelflugzeugen im Schlepp, oder im Absetzen von Fallschirmspringern. Auch heute noch ist die DO 27 im Clubeinsatz in ganz Deutschland zu finden, wird aber aufgrund der hohen Betriebs- und Wartungskosten immer seltener.

 

Die bei der RK Flugdienst eingesetzte DO 27 verfügt als Version A4 über ein Fahrwerk mit breiterer Spur, was besonders die Start- und Landeeigenschaften bei Seitenwind entscheidend verbessert. Weiterhin bietet die DO 27 A4 neben dem Piloten Platz für fünf Passagiere. Das von der RK Flugdienst eingesetzte Exemplar wurde 1960 bei Dornier gebaut und wird heute als D-EOAD vom Flugplatz Uetersen aus betrieben. Auch diese Maschine wird für die Werbung für den fliegerischen Dienst in der Bundeswehr eingesetzt und kann auf entsprechenden Veranstaltungen präsentiert werden.

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