DORNIER DO 28 D2 SKYSERVANT

Technische Daten Dornier DO 28 D2 Skyservant

 

Spannweite: 15,55m

Länge: 11,41m

Höhe: 5,30m

Max. Abfluggewicht: 3.850 kg

Triebwerke: 2x Lycoming IGSO 540 mit je 380 PS

Höchstgeschwindigkeit: 323 km/h

Reichweite: 2.875 km

 

Die zweimotorige Do 28D Skyservant wurde nach dem großen Erfolg der einmotorigen Do 27 und der in geringer Stückzahl aus der Do 27 entwickelten zweimotorigen Do 28 A als völlig neues Flugzeug 1965 entwickelt. Im Gegensatz zur aus Komponenten der Do 27 abgeleiteten Do 28 A verfügte diese Neukonstruktion über einen geräumigeren Kastenrumpf und stärkere Kolbentriebwerke. Die Do 28 D Skyservant wurde konzipiert, um daß bis dato noch nicht vorhandene Segment eines leichten und kurzstartfähigen Transport- und Verbindungsflugzeuges zu besetzen. Aufgrund der damaligen politischen Situation wurde vor allem Afrika als Absatzmarkt angepeilt. Hieraus ergaben sich als Anforderung die bis heute geltende technische Zuverlässigkeit und Robustheit in Verbindung mit der Fähigkeit auch von kurzen, unbefestigten Pisten aus zu operieren.

Der Erstflug des Prototyps V1 der Skyservant wurde erfolgreich am 23.02.66 vom Dornier Werksflugplatz in Oberpfaffenhofen durchgeführt. Der Anlauf der Exportlieferungen erfolgte 1968, wobei die damalige Regierung aufgrund der vorherrschenden politischen Situation einschneidende Beschränkungen für den Export technologischer Güter in Entwicklungs- und potentielle Krisenländer verhängte.

 

Für die Vermarktung der Do 28 D Skyservant bedeutete diese Entscheidung den Verlust der Hauptabsatzmärkte vor allem in Afrika. Um den Verlust zu begrenzen, wurde die Version D1 zur stärkeren Version D2 weiterentwickelt und dem Verteidigungsministerium als leichte Transport- und Verbindungsmaschine angeboten. Die um 300kg im Vergleich zur Version D1 gesteigerte Nutzlast von 1.250kg führte zusammen mit den positiven Eigenschaften der Skyservant zur Einführung bei der Bundeswehr. Bis 1974 wurden insgesamt 124 Exemplare der Version D2 an Luftwaffe und Marine ausgeliefert.

Die DO 28 D2 Skyservant wurde bei den Einheiten der Deutschen Bundeswehr überwiegend zum Transport von Personen und Ersatzteilen für die jeweiligen Einsatzgeschwader verwendet. Später erlangte die Maschine bei der Marine eine große Bekanntheit durch die Verfolgung von Umweltsündern auf See. Vor allem die nicht mehr zeitgemäße Flugleistung des Typs sorgte für eine Ausmusterung der DO 28 D2 Anfang der neunziger Jahre. Die letzte im Einsatz befindliche Do 28 D2 wurde 1995 bei den Marinefliegern als "Öl DO" im Dienste des Umweltschutzes über See ausgemustert.

 

Die DO 28 D2 Skyservant stellte aufgrund Ihrer beeindruckenden Steigflugleistung 1972 mehrere FAI Weltrekorde im Steigflug mit verschiedenen Nutzlasten auf. In geringer Stückzahl wurde eine Turboprop- Version der DO 28 D2 Skyservant als DO 128 angeboten. Fortgesetzt wurde der Erfolg der DO 28 D2 Skyservant mit der DO 228, welche als zweimotorige Turboprop Maschine in zivilen und militärischen Ausführungen international zum Einsatz kam.

Derzeit befinden sich nur noch die beiden Do 28 D2-Exemplare der RK Flugdienst in flugfähigem Originalzustand mit deutscher Zulassung und werden vom Flugplatz Uetersen im Westen Hamburgs aus regelmäßig für die Reservistenarbeit betrieben. Die als D-ICDY zugelassene Maschine der RK Flugdienst versah Ihren Dienst bis in die neunziger Jahre als Hörsaalversion zur Ausbildung in praktischer Flugnavigation. Die zweite Skyservant D-IRES versah Ihren Dienst zuletzt als Transport- und Verbindungsflugzeug beim Marinefliegergeschwader 2 in Kiel Holtenau.

Ziel der RK Flugdienst ist die Präsentation der Maschine zur Werbung für den fliegerischen Dienst in der Bundeswehr. Auf Anfrage können beide Maschinen auf entsprechenden Veranstaltungen präsentiert werden.

 

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